Wusstest du, dass viele Geräte auch dann Strom verbrauchen, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind? Dieser sogenannte Standby-Verbrauch kann auf Dauer richtig ins Geld gehen. Besonders in Zeiten steigender Energiepreise lohnt sich ein genauer Blick auf die versteckten Stromfresser im Haushalt.
Was bedeutet Stromverbrauch im Ruhezustand?
Viele Elektrogeräte verbrauchen auch dann Energie, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Sie befinden sich im Standby-Modus oder im sogenannten Bereitschaftsbetrieb. Dabei scheint das Gerät ausgeschaltet zu sein – in Wahrheit zieht es aber weiter Strom aus der Steckdose.
Das passiert zum Beispiel, um schnell wieder einsatzbereit zu sein oder weil bestimmte Funktionen – etwa eine Uhr oder eine Netzverbindung – aufrechterhalten werden. Klingt harmlos, kann aber den Stromverbrauch deutlich erhöhen.
Diese Geräte sind oft stille Stromfresser
Die folgenden Geräte sind bekannte Kandidaten für unnötigen Stromverbrauch im Leerlauf:
- Fernseher – Moderne Modelle verbrauchen im Standby oft 0,5 bis 3 Watt. Über ein Jahr gerechnet können das 2 bis 5 Euro pro Gerät sein.
- Router und WLAN-Repeater – Sie laufen oft rund um die Uhr, auch wenn sie nachts keiner nutzt. Ein typischer Router braucht ca. 8–10 Watt dauerhaft.
- Spielekonsolen – Besonders neue Konsolen wie die PlayStation 5 oder Xbox Series X verbrauchen selbst im Ruhemodus 1 bis 5 Watt. Im Schnellstartmodus sogar mehr.
- Kaffeemaschinen mit Display – Geräte wie Kaffeevollautomaten behalten oft ihr Display aktiv, was 1–2 Watt kosten kann – rund 1,50–2 Euro jährlich.
- Smart Speaker – Alexa, Google Nest & Co. sind ständig auf Empfang. Sie ziehen laufend 2 bis 4 Watt.
- Ladegeräte – Auch wenn kein Gerät angeschlossen ist, verbrauchen sie Strom, solange sie in der Steckdose stecken. Ein altes Ladegerät kann 0,3 bis 0,5 Watt ziehen.
So erkennst du die stillen Stromzieher
Viele Verbraucher unterschätzen, wie viel Strom sich über das Jahr ansammeln kann. Du kannst den Verbrauch deiner Geräte messen:
- Besorge dir ein Strommessgerät (ab ca. 10 Euro im Baumarkt oder online).
- Schließe das Gerät an die Steckdose an und verbinde das Elektrogerät damit.
- So misst du direkt den aktuellen Verbrauch in Watt – auch im Standby-Modus.
Du wirst überrascht sein, welche Geräte dauerhaft am Netz hängen, ohne dass du es merkst.
Tipps zum Stromsparen im Standby-Modus
Mit ein paar einfachen Änderungen kannst du den Verbrauch deutlich senken und deine Stromrechnung entlasten:
- Steckdosenleisten mit Schalter nutzen: So kannst du mehrere Geräte auf einmal vollständig ausschalten.
- Intelligente Steckdosen einsetzen: Sie lassen sich per App oder Zeitschaltuhr steuern und unterbrechen automatisch den Stromfluss.
- Stromsparmodus aktivieren: Viele moderne Geräte bieten einen Eco- oder Energiesparmodus. Aktiviere ihn in den Einstellungen.
- Geräte wirklich ausschalten: Vor allem PCs, Konsolen oder Fernseher sollten am Hauptschalter oder Stecker abgeschaltet werden.
- Unnötige Geräte nachts vom Netz trennen: Router oder Kaffeemaschine brauchen nachts oft keine Dauerverbindung.
Wie viel kannst du sparen?
Ein Musterhaushalt mit 3 Personen kann durch gezieltes Abschalten von Standby-Verbrauchern etwa 50 bis 100 Euro jährlich sparen. Klingt wenig? Hochgerechnet auf mehrere Jahre oder mehrere Haushalte ergibt sich eine beachtliche Summe – ganz ohne Komfortverlust.
Fazit: Kleine Umstellung, große Wirkung
Der unsichtbare Stromverbrauch im Ruhezustand wird oft unterschätzt. Doch je mehr Geräte du besitzt, desto größer wird der Effekt. Prüfe regelmäßig, welche Geräte unnötig auf Standby laufen, und schalte sie konsequent ab.
Mit kleinen Gewohnheitsänderungen machst du dein Zuhause nicht nur energieeffizienter, sondern sparst bares Geld – ganz nebenbei.




