Du möchtest Heizkosten sparen und gleichzeitig das Raumklima verbessern? Dann probier doch mal diese 7-Tage-Challenge aus! Sie hilft dir, dein Heizverhalten Schritt für Schritt zu überdenken – ohne Komfort einzubüßen. Ideal für die Übergangszeit oder den Start in einen bewussteren Winter.
Tag 1: Temperatur bewusst einstellen
Viele heizen ihre Räume wärmer als nötig. Dabei gilt: 19–21 Grad Celsius im Wohnzimmer reichen meist völlig aus. Im Schlafzimmer genügen oft bereits 17–18 Grad. Stell heute deine Thermostate passend ein und fühle, ob es dir noch angenehm ist.
Tipp: Jedes Grad weniger spart etwa 6 % Heizkosten. Schon durch diese kleine Änderung kannst du also viel erreichen.
Tag 2: Heizkörper freiräumen
Stehen Möbel oder Vorhänge vor deinen Heizkörpern? Dann gelangt die Wärme nicht richtig in den Raum. An Tag zwei schaffst du Platz:
- Rücke Sofas oder Regale mindestens 20 cm vom Heizkörper weg
- Kürze Vorhänge oder halte sie tagsüber offen
- Entferne Deko oder feuchte Handtücher, die die Luftzirkulation beeinträchtigen
Die Heizung arbeitet dadurch deutlich effizienter – bei gleichbleibendem Wohlfühlfaktor.
Tag 3: Richtig lüften, nicht auskühlen
Lüften ist wichtig – aber nur, wenn es richtig gemacht wird! Am besten funktioniert das mit dem sogenannten Stoßlüften:
- Mehrmals täglich 5–10 Minuten alle Fenster komplett öffnen
- Heizung währenddessen runterdrehen
- Danach Fenster wieder schließen und Heizung wie vorher einstellen
So verlierst du weniger Wärme im Mauerwerk, bekommst aber frische Luft. Vermeide dauerhaft gekippte Fenster – sie bringen kaum Frischluft, kühlen aber den Raum stetig aus.
Tag 4: Nachts absenken – aber nicht ganz aus
Über Nacht sparsam heizen lohnt sich! Stell deine Thermostate auf Nachtbetrieb (ca. 16–17 Grad) – besonders im Wohnzimmer oder Home Office. Nur im Bad darf es am Morgen gleich wieder wärmer sein.
Achtung: Nie ganz ausschalten, vor allem nicht bei Außentemperaturen unter 5 Grad. Sonst riskierst du Schimmelbildung oder Frostschäden.
Tag 5: Türen bewusst nutzen
Heute geht’s um die richtige Raumtrennung.
- Halte Türen zu weniger beheizten Räumen immer geschlossen
- Vermeide, dass warme, feuchte Luft (z. B. aus Küche oder Bad) in kältere Räume zieht
- Ein einfacher Zugluftstopper kann zusätzlich helfen, Wärme drinnen zu halten
So bleibt die Wärme da, wo du sie brauchst – und du vermeidest unnötiges Nachheizen.
Tag 6: Heizkörper entlüften
Blubbert oder gluckert deine Heizung? Spürst du oben weniger Wärme als unten? Dann steckt vermutlich Luft im System. Heute: Heizkörper entlüften!
Das brauchst du:
- Entlüftungsschlüssel (gibt’s im Baumarkt für ca. 2 €)
- Ein altes Tuch und eine kleine Schüssel
So geht’s:
- Heizung ausschalten
- Ventil am Heizkörper öffnen (gegen den Uhrzeigersinn)
- Wasser abwarten, sobald es spritzt – wieder schließen
Das verbessert die Heizleistung und spart Energie – besonders in Altbauten.
Tag 7: Smarte Kontrolle – Thermostate & Gewohnheiten
Zum Abschluss der Challenge geht’s um smarte Lösungen:
- Installiere ein programmierbares Thermostat – z. B. von tado°, Homematic IP oder AVM Fritz!Dect
- Stell Heizzeiten individuell ein, z. B. morgens im Bad, abends im Wohnzimmer
- Nutze dein Smartphone, um auch unterwegs zu regeln
Smarte Thermostate helfen dir, mit wenig Aufwand konstant Energie zu sparen. Sie passen sich dir an – nicht umgekehrt!
Fazit: Kleiner Aufwand, große Wirkung
In nur sieben Tagen kannst du dein Heizverhalten spürbar verbessern – Schritt für Schritt. Achte im Alltag weiterhin auf:
- Wohlfühltemperaturen statt Überhitzung
- Kurzes, effizientes Lüften
- Nachts absenken und Räume gezielt trennen
Bonus-Tipp: Ein Heizkostenmessgerät oder die Jahresabrechnung zeigen dir, wie viel du wirklich sparst. Oft sind 10–20 % drin – das spürst du im Portemonnaie!
Warum also warten? Starte noch heute mit Tag 1 – und mach Heizen effizient und bewusst.




