Viele Haushalte unterschätzen, wie viel Strom beim Kochen verloren geht – ganz einfach, weil der Herd nicht effizient genutzt wird. Dabei lässt sich oft schon mit kleinen Änderungen im Alltag einiges sparen. Hier erfährst du, wie du mit deinem Herd clever umgehst und dabei nicht nur Energie, sondern auch Geld sparst.
Warum gerade beim Kochen Strom sparen?
Der Herd gehört zu den größten Stromfressern in der Küche. Insbesondere alte Geräte oder falsche Handhabung können den Verbrauch unnötig in die Höhe treiben. Wenn du täglich nur einen kleinen Teil effizienter kochst, summiert sich das am Monatsende deutlich auf deiner Stromrechnung.
Die richtige Herdplatte wählen
Eine der einfachsten Regeln: Topf und Herdplatte müssen zueinander passen. Nutzt du eine große Platte für einen kleinen Topf, verschwendest du Energie.
- Eine zu große Platte kann bis zu 30 % mehr Strom verbrauchen.
- Besser: Wähle immer die kleinste passende Platte aus.
- Ein Topfboden sollte plan aufliegen – ist er verzogen, entweicht Wärme.
Deckel drauf – Energie drin
So simpel es klingt: Mit Deckel kochen spart bis zu 50 % Strom. Ohne Deckel verdampft Wasser schneller, und der Herd muss ständig nachheizen.
- Ein gut schließender Glasdeckel ist ideal: Du siehst den Inhalt, ohne Wärme zu verlieren.
- Nur bei Speisen, die überlaufen, kann man den Deckel leicht anheben – aber nicht ganz abnehmen.
Restwärme clever nutzen
Elektroherde speichern viel Wärme. Diese Eigenschaft solltest du nutzen:
- Schalte die Herdplatte 2–5 Minuten vor Ende ab und lass die Restwärme das Garen vollenden.
- Auch beim Backofen funktioniert das: Bei Aufläufen oder Gratins kannst du ruhig etwas früher abschalten.
Mit Schnellkochtopf und Mikrowelle Strom sparen
Manchmal bringen andere Geräte Vorteile. Ein Schnellkochtopf reduziert Garzeiten erheblich.
- Ideal für Kartoffeln, Suppen oder Schmorgerichte – alles ist schneller gar.
- Die Mikrowelle verbraucht oft weniger Strom als der Herd – besonders beim Aufwärmen kleiner Portionen.
- Nudeln lassen sich übrigens auch mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher vorkochen, um dann nur noch kurz auf dem Herd zu garen.
Backofen: Tür zu, Licht aus
Der Backofen ist ebenfalls ein Stromfresser, vor allem wenn er falsch bedient wird.
- Vorheizen ist oft überflüssig – viele Gerichte gelingen auch ohne.
- Öfter reinschauen? Lieber nicht: Jeder Türöffner lässt rund 20 % Wärme entweichen.
- Wenn möglich, mehrere Gerichte hintereinander backen – so nutzt du die Restwärme optimal.
Induktionskochfeld – lohnt sich das?
Falls du deinen Herd ersetzen möchtest, lohnt sich ein Blick auf Induktionskochfelder:
- Sie sind deutlich energieeffizienter als herkömmliche Elektroherde.
- Die Hitze wird direkt im Topfboden erzeugt – dadurch kaum Wärmeverluste.
- Zwar sind die Geräte oft teurer, aber auf Dauer spart man Stromkosten.
Zusammengefasst: Mit kleinen Änderungen viel erreichen
Du musst deinen Alltag nicht komplett umkrempeln, um beim Kochen Strom zu sparen. Schon das passende Kochgeschirr, der Einsatz von Deckeln und das clevere Abschalten können einen Unterschied machen. Wer dann noch alternative Geräte klug einsetzt, ist auf einem richtig guten Weg. Denk beim nächsten Kochen einfach daran – der Stromzähler wird es dir danken.




