Warum du Geräte nicht im Standby lassen solltest

Viele lassen Fernseher, Computer oder Kaffeemaschinen einfach im Standby-Modus laufen. Es wirkt bequem – ein Klick, und schon ist alles wieder einsatzbereit. Doch was auf den ersten Blick praktisch erscheint, kann auf Dauer kostspielig und sogar gefährlich sein.

Was bedeutet Standby überhaupt?

Im Standby-Modus sind Geräte nicht ganz ausgeschaltet. Sie warten in einem Ruhemodus auf ihren nächsten Einsatz. Dabei verbrauchen sie weiterhin Strom – wenn auch weniger als im Betrieb.

Doch genau hier liegt das Problem: Dieser „kleine“ Verbrauch summiert sich mit der Zeit gewaltig.

Stromverbrauch im Standby: unterschätzt und teuer

Viele denken: „So viel Strom kann das doch gar nicht sein.“ Aber der Stromzähler sieht das anders. Ein Beispiel:

  • Ein Fernseher im Standby verbraucht etwa 4 Watt am Tag.
  • Das ergibt 96 Wattstunden pro Tag – also rund 35 Kilowattstunden pro Jahr.
  • Bei einem Strompreis von 0,35 € pro kWh sind das über 12 Euro im Jahr – nur für den Fernseher allein.

Multipliziere das mit mehreren Geräten – Router, Drucker, Mikrowelle, Soundanlagen – und du zahlst schnell 50 bis 100 Euro jährlich nur für die Bequemlichkeit des Standbys.

Der Umwelt zuliebe: Energie sinnvoll nutzen

Strom, der im Standby-Modus verbraucht wird, ist verlorene Energie. Er bringt keinen Nutzen – doch seine Erzeugung belastet trotzdem die Umwelt. Der CO₂-Ausstoß für die unnötige Dauerbereitschaft summiert sich weltweit in Millionen Tonnen pro Jahr.

Lesetipp:  Nachtspeicherheizung optimieren: Tipps für mehr Effizienz

Indem du Geräte komplett ausschaltest, kannst du aktiv zum Klimaschutz beitragen. Und ganz nebenbei sparst du bares Geld.

Sicherheitsrisiken durch den Standby-Modus

Kaum bekannt, aber umso wichtiger: Geräte im Standby können auch ein Brandrisiko darstellen. Besonders ältere Netzteile oder schlecht verarbeitete Elektronik können sich überhitzen – sogar wenn sie scheinbar „aus“ sind.

Einige Beispiele:

  • Kaffeemaschinen mit Warmhaltefunktion bleiben heiß, obwohl niemand sie nutzt
  • Fernseher oder Ladegeräte entwickeln über längere Zeit Hitze, besonders bei Staubablagerungen
  • Mehrfachsteckdosen mit Lichtschalter können unbemerkt dauerhaft unter Spannung stehen

Ein kompletter Strom-Aus durch das Ziehen des Steckers oder Ausschalten per Zwischenstecker kann hier vorbeugen.

So trennst du deine Geräte richtig vom Strom

Es ist einfacher, als du denkst. Mit kleinen Änderungen im Alltag kannst du viele Standby-Fresser ausschalten.

  • Steckdosenleisten mit Schalter: Ein Klick – und alle angeschlossenen Geräte sind komplett aus
  • Zeitschaltuhren: Ideal für Router oder WLAN-Repeater, die nachts ohnehin nicht genutzt werden
  • Smart-Home-Steckdosen: Per App steuerbar – sogar aus dem Urlaub
  • Geräte mit Eco-Modus: Diese bieten oft die Möglichkeit, sich nach Gebrauch automatisch komplett auszuschalten

Fazit: Standby kostet – mehr als du denkst

Was bequem wirkt, kostet dich bares Geld, sorgt für unnötigen Energieverbrauch – und birgt im schlimmsten Fall sogar ein Sicherheitsrisiko. Wenn du deine Geräte konsequent abschaltest, sparst du Strom, tust etwas für die Umwelt und senkst dein Risiko für Haushaltsunfälle.

Die Lösung ist einfach: Stecker raus – Geld gespart.

5/5 - (14 votes)
Jonas T.
Jonas T.

Jonas T. ist ein junger Journalist mit einer Vorliebe für Umweltfragen und Nachhaltigkeit. Er verfolgt die neuesten Entwicklungen in der grünen Technologie und motiviert Leser, sich aktiv für die Umwelt einzusetzen.